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Let the life roll into LOVE

1. Bonny

>>Oh, mein Gott. << Endlich klingelt die Schulglocke, ich schlage mein Musikbuch zu und stürme mit meiner ganzen Klasse aus dem Zimmer. Freitag ist ein schöner Tag, denn er läutet das Wochenende ein. Die Jungs sind dieses Wochenende mit der Planung dran. Ich will unbedingt wissen was sie diesmal vorhaben, muss mit Dawn besprechen was wir anziehen. Das ist immer schwierig, aber Jun meint ich kann alles tragen. Er ist echt süss, ganz anders als die andern. Schon allein wie er aussieht, die braune Haut, die natürlichen blonden Haare, einfach irre. Und dann ist er immer so lieb und rücksichtsvoll zu den anderen ©. Nur meine Eltern mögen ihn nicht, weil er so ausländisch aussieht, dabei ist sein Vater Schweizer und seine Mutter Japanerin. Seine Zwillingsschwester Oona sieht man nur an den Augen an, dass sie Ausländerin ist. Das Leben ist ungerecht. Ich lauf mal zu den Fahrradständern, dort müsste Dawn sein.
Man hört schon von weitem, dass ein paar Jungs aus der 13ten sie wieder fertigmachen. Die arme hat’s echt nicht leicht. Sie ist die Tochter eines Afrikaners und das kann sie nicht verbergen, auch wenn sie immer langarmig in die Schule kommt. Ihr Vater wurde schon einmal von Rassisten verprügelt. Ich könnte mich stundenlang darüber aufregen.
>>He, könnt ihr sie nicht mal in Ruhe lassen? << Ich bin mega wütend, weil es schon wieder die gleichen Typen wie gestern sind. >>Ohlala Madame Prinzesschen schon wieder, Dawn die Tochter der Niggerhure, kann sich echt glücklich schätzen, so eine Freundin zu haben. Na ja, aber Prinzesschen ist ja auch nicht wählerisch, << sagt der blassere von beiden. >>Ja, schau dir doch nur mal ihren Freund an! Das ist so ein Asiamischling, die blonden Haare sollen echt sein, ein Witz oder? << Meint der andere und lacht dreckig. >>Jetzt reicht`s, ihr könnt immer nur auf den schwächeren rumtrampeln. Legt euch doch mal mit Meo an, der wird euch dann schon den Marsch blasen. >>Oh, muss Prinzesschen wieder mal ihre Untertanen um Hilfe bitten?<< Der blasse Florian grinst breit. >>Was ist den hier los?<< Meo steht hinter mir und erschreckt mich schier zu Tode. >>Meo? << >>Hey, ihr Schweine, könnt ihr nur kleine- Mädchen- Schreck spielen? Oder seit ihr Männer nur an Jungfrauen interessiert? << Meo wirkt echt wütend obwohl er keiner Fliege was zu leide tut. Er ist mit Abigail Sawli zusammen. >>Was geht dich das an Meo, musst du dich überall einmischen? Oder ist dir das Prinzesschen wichtiger als deine eigene Freundin? << Meint Peter Iling. >>Du hast ja nicht mal eine, Peter! Dann kannst du doch gar nicht mitreden wer einem wichtiger ist, << entgegnet Meo und läuft rot an vor Wut. >>Wow, Brother lass uns abhauen Meo dreht gleich durch! << Haha... Florian bekommt es mit der Angst zu tun. >>O.K. Brother weg hier! <<
>>Ach, die haben doch nur Schiss vor ner Schlägerei und dann nennen sie sich gegenseitig „Brother“, also sind sie zwar rassistisch, aber sie sprechen selbst englisch... Faszinierend. << Meo grinst und seine strahlenden Zähne kommen zum Vorschein. Ich kann nicht mehr und muss voll los prusten. Wir drei lachen noch bis es klingelt und der Rest der Schule auf den Schulhof stürmt. Es ist schön am Freitag eine Stunde früher aus zu haben, als die meisten anderen.
>>Hallo, Schatz!!! << Ich dreh mich um und hinter mir steht Jun. Ich strahle ihn freudig an und verpasse ihm einen Kuss auf die Backe. >>Na, wo gehen wir heute hin?<< Will ich wissen, so neugierig wie ich bin. >>Als erstes gehen wir ins Freibad und dann müsst ihr euch für den Abend schick machen, mehr wird nicht verraten. << >>Ach du bist gemein! << Ich bin nicht wirklich sauer aber es macht Spaß ihn etwas zu ärgern. >>Jetzt schmoll nicht. << >>Schon vorbei<< Ich drücke ihm einen langen Kuss auf den Mund.

2. Dawn

Die beiden sind echt süss, ich meine natürlich Jun und Bonny. Sie sehen so glücklich miteinander aus. Echt zu beneiden. Die Typen von der Schule mögen mich nicht, weil ich schüchtern bin und dazu noch schwarz. Na ja braun, aber trotzdem wenn Mädchen schwarz geboren werden ist es für manche Jungs eben etwas schwer, es zu ertragen. Dabei haben sie doch auch farbige Kollegen, ich versteh das nicht. Aber abends wenn ich mit der Clique unterwegs bin, und Bonny und Alex mich geschminkt haben, fühle ich mich sicher. Dann tanze ich auch ab und zu. Aber sonst nicht. Ich finde es gut das Meo immer im richtigen Moment auftaucht, er ist so eine Art Streitschlichter zumindest, wenn es nicht um die Minderwertigkeit Farbiger geht, denn da wird er richtig wütend.
Ins Freibad gehen wir also heute Mittag um 2 Uhr. Das heißt ich muss mich beeilen, wenn ich vorher noch etwas essen will. >>Ich geh dann mal essen, ciao. << >>Bis nachher! << >>Tschüs Dawn bis gleich um 2<<
>>Hi Mum! << >>Oh, du bist heute ja richtig fröhlich<< Mum grinst mich an und stellt eine Schüssel Spaghetti auf den gedeckten Tisch. >>Eßt ruhig alles auf ich hab noch mehr auf dem Herd, wenn Lex nach Hause kommt. << Mein Vater arbeitet Freitags immer etwas länger. Ich finde es aber besser, wenn er zum Essen Zuhause ist. Mann kann so gut mit ihm reden, auch über das Problem an der Schule. Meine Mum ist Deutsche sie versteht mich nicht so gut wie mein Vater. Sie hat zwar Mitleid, nur helfen kann sie mir auch nicht, sagt sie immer. Es klingelt, ich springe auf und öffne die Tür. Meine kleine Schwester Oda grinst schief, so dass ihre Zahnspange zum Vorschein kommt. >>Hi lil` Sis! << Ich drücke ihr einen fetten Schmatz auf die Backe. >>Hi big Sis! Wo geht ihr heut hin? << >>Ins Freibad, und du<< neugierig wo sie hingeht, aber bei ihr muss man keine angst vor irgendwelchen Schlägern haben denn sie hat die weiße Haut meiner Mutter geerbt. Sie hat echt Glück. Na ja, ich hab mich inzwischen damit abgefunden, das ich schwarz bin und ich finde es nicht schlimm. Wir haben richtig reingehauen, ich bin papp satt. >>Ob du jetzt noch schwimmen kannst? << Oda betrachtet meinen Bauch und macht große Augen. >>Der ist immer noch flach? Obwohl du soviel gegessen hast? Wow! << >>Ich muss mich jetzt beeilen und meine Badesachen packen. <<
Ich ziehe meinen Bikini an und schmeiße Sonnencreme, Handtücher und ein Buch in meine Badetasche. Mein Fahrrad steht im Keller und so muss ich es erst noch rauf schleppen.
Im Freibad stelle ich mein Fahrrad in den Fahrradständer und schließe es ab. Bonny, Jun, Oona und Lars scheinen schon da zu sein. Ihre Fahrräder stehen nämlich schon da. Ich freue mich schon sie zu sehen. Sie geben mir immer das Gefühl der Geborgenheit, ohne sie würde ich nicht ins Freibad gehen. Da sind mir zu viele Menschen, die starren einen immer so an. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Ich brauche nicht lange bis ich sie gefunden habe, wir liegen immer unter „unserem“ Baum. Sie winken mir schon von weitem zu.
>>Hi Dawn<< Oona grinst mich breit an. >>Na, wie geht’s dir. Dich hab ich ja seit ner Woche nicht mehr zu Gesicht bekommen! << Lars hat dieses neckische funkeln in den Augen und lächelt mich herausfordernd an. Das tut er nur, wenn er weiß das es mir gut geht, er hat einen ausgeprägten Sinn für die Stimmung von Menschen. >>Vielleicht hab ich mich ja vor dir versteckt,<< antworte ich frech. Wenn ich schlecht drauf wäre wurde ich nicht so reagieren. Aber heute bin ich gut drauf. Die Sonne scheint, es riecht nach Eis und Chlor und meine Freunde sind da. Zu mindest zwei. >>Wo stecken eigentlich Jun und Bonny? << >>Ich denke mal mein Bruder und Bonny sind im Wasser, du kennst doch die zwei Wasserratten, << antwortet Oona und lächelt zum Weg auf dem Muriel auftaucht. Es ist echt nicht zu übersehen, dass sie in ihn verschossen ist. Nur ist sie leider zu schüchtern ihm das deutlich zu verstehen zu geben. Und er, er tut meist so als sei er schwer von Begriff dabei weiß er genau das sie ihn anhimmelt. Nur wenn zwei Schüchterne sich verlieben, traut sich keiner den ersten Schritt zu tun. Oona verzweifelte schon fast einmal, weil sie denkt er nimmt sie nicht war und Muriel ist so unsicher das er jedes mal, wenn sie ihn nur ansieht weg guckt und rot anläuft. Es ist schon verzwickt zwischen den beiden. Na ja aber ich stell mich ja auch nicht gerade besser an, ich steh auf Lars und trau mich nicht ihn darauf anzusprechen. Wir Mädchen möchten halt das uns Jungs ansprechen, also Jungs traut euch. Ich trau mich nur nicht weil ich nicht weiß ob Lars ein Problem mit meiner Hautfarbe hat. Ich mein ja nur sieh dir Bonny’s Eltern an, die sind total dagegen, dass sich Bonny mit Jun trifft, weil er eine andere Hautfarbe hat. Wer weiß den schon was für andere „richtig“ ist. ?


3. Alex

Ich komm schon wieder als letzte, es ist zum verzweifeln. Ich bin immer zu spät. Na ja bei den Eltern. „Wo gehst du den schon wieder hin“, „hast du auch alles für die Schule gemacht“ oder „geh aber nicht schon wider zu deinem schwulen Bruder“. Ich kann es echt nicht mehr hören. Ich weiß das mein Bruder schwul ist und mir macht es echt nichts aus aber meine Eltern waren total geschockt als er es ihnen erzählte und seinen Freund mit bringen wollte. Ich bin dafür das jeder das lieben sollte was er will. Aber manche Leute sehen das halt anders.
>>Hi People, na was geht, unser Liebespärchen schon wieder auf und davon in Richtung Wasser? << >>Ja, aber mach dir nichts daraus ich hab sie auch noch nicht zu sehen bekommen<< antwortet Dawn unsere schwarze Schönheit gut gelaunt und lächelnd. Normalerweise lächelt sie nur Lars an aber manchmal macht sie ausnahmen und lächelt glücklich in die Gegend.
Es ist kein großes Geheimnis ich Alex Werk Bisexuell bin. In meiner Clique weiss es jeder. Aber meinen Eltern verrate ich nichts, dass kommt nicht in Frage. Ich mein ja nur, sie haben meinen Bruder schon aus dem Haus geschmissen als er es beichtete. Ich würde es ihnen schon sagen aber sie sind so intolerant, als ob wir im Mittelalter leben und alle Homosexuellen gehenkt würden. Oder in der Nazizeit als Hitler die Homosexuellen vergaste. Mein Gott meine Eltern sind das schlimmste was meinem schwulen Bruder und mir passieren konnte. Das allerbeste war ,als sie sich gegenseitig vorwürfe gemacht hatten, wer von beiden schuld daran wäre, und wer welchen Fehler in der Erziehung ihres ältesten Sohnes gemacht hat. Sie haben nur in der Küche gestanden und diskutiert, geschrien und geheult. Ich dacht schon die hören nie mehr auf. Aber gegen 1 Uhr morgens haben sie sich dann eingekriegt und sind schlafen gegangen, zum Glück.
Nun liege ich hier auf meinem Handtuch und esse Gummibärchen, weil mich schon die Erinnerung wütend macht. Na ja, you can’t change LOVE!!! Was auch immer ich versucht habe, mir einzureden das ich ausschließlich auf Jungs stehe hat alles nur noch schlimmer gemacht. Ich dacht immer Deutschland ist ein freies Land und so, aber Pustekuchen. Randgruppen werden immer unterdrückt. Ausländer, nicht Christen, Homosexuelle, Penner und Punks sind nicht unbedingt aggressiv oder verschmutzen die Umwelt mehr als andere. Aber in den Augen mancher Menschen sind sie böse, gemein, anders und nicht gesellschaftstauglich, wie es meine Eltern gerne ausdrücken. Ich bin froh, dass meine Clique hinter mir steht. Wir halten zusammen, jeder steht hinter jedem. Eigentlich sind wir alle Außenseiter jeder auf seine spezielle Art. Bonny ist das verwöhnte „Prinzesschen“, welches eigentlich gar nicht verwöhnt werden will. Dawn ist eine super schöne Halbafrikanerin, die wegen ihrer Hautfarbe oft gehänselt wird. Oona & Jun stammen von einer Japanerin und einem Schweitzer ab. Früher wollte niemand etwas mit ihnen zu tun haben, wegen ihren Augen. Lars hat jüdische Vorfahren, die zur Nazizeit nach Dänemark fliehen konnten. Muriel ist oft so still das man meinen könnte er hätte seinen Mund in Irland vergessen und ich nun ja bi.
>>Hey, Alex was träumst du schon wieder vor dich hin? << Lars grinst mir ins Gesicht. Bis jetzt hab ich überhaupt nicht bemerkt das er schon eine ganze Weile mit seinem Iro vor meinem Gesicht Grimassen schneidet und Dawn und Oona sich vor lauter lachen nicht mehr einkriegen. >>Träumst du gerade von deinem Traumtyp oder von deiner Traumfrau, wenn man fragen darf?<< >>Weder noch. << Ich versteh Lars Witze, denn er machte bei dem Wort Traumtyp eine Verbeugung mit einem imaginären Hut und bei Traumfrau warf er eine Kusshand in Richtung Himmel. >>wie darf ich dieses weder noch deuten?<< >>dass ich grade nicht träumte sondern nachdachte, vielleicht. << >>Na dann über was dachtest du denn nach? << Sagte er und setzt eine todernste Mine auf.
Als Jun und Bonny wieder kamen wurden wir Mädchen mit den Worten âmacht euch schick für heute abend wir wollen tanzen gehenâ nach hause.


4. Jun

Mal sehn ob die Mädels auf uns hören, wir wollten in die Disco. Es war Lars der die Idee geboren hat nach langer Zeit wieder in die Disco zu gehen. Dawn hatte früher immer Probleme in eine Disco rein zu kommen, weil sie schwarz ist und Alex wurde oft rausgeschmissen, weil sie aufs heftigste mit den Mädchen dort flirtete. Aber Lars hat anscheinend eine Disco gefunden die tolerant genug ist das wir hingehen können. Ich ziehe die schwarze Baggy-Jeans an die mir Bonny geschenkt hat. Meine blonden Haare passen überhaupt nicht zu meiner hellbraunen Haut. Aber was soll es ich hab keine große Lust mir die Haare zu färben und Bonny steht auf meine blonden Haare. Also style ich mir die Haare. Ich ziehe sie ganz glatt und fixiere einige Strähnen mit Wachs. Ich trage meine neuen Shorts mit dem Schriftzug © Let the live roll into LOVE!!! © auf dem Bund. Bonny mag so was, sie hat mir die Marken-Shorts nur aus dem Grund geschenkt. Sie schenkt mir sehr viel, ich kann mir nicht leisten ihr laufend teure Geschenke zu machen, dazu ist meine Familie zu arm. Wir sind Mittelstand und Ihre Eltern haben eine Villa und eigene Pferde im Stall, einen Mercedes und einen Bendley vor der Haustüre sehn. Aber sie sagt immer das ihr Geld nichts bedeutet, ich finde diese Einstellung erleichternd da ich sonst niemals ihren Lebensstandard finanzieren könnte. Ihre Eltern werden uns später in keiner Hinsicht unterstützen, das wissen wir beide. Ihre Mutter ich darf sie nur Frau Hamm nennen reagierte mit einem >>Igitt, gefärbte Haare und dieser Teint, wie der überhaupt aussieht, ekelhaft! Bonny! << Wenn sie wüste das ihre Tochter sich immer auf dem Weg zur Schule bei mir umzieht um nicht im rosa mit Rüschen besetztem Kleid oder im Anzug in die Schule zu müssen. Sie hat beinahe ihre ganzen Kleider bei mir gebunkert.
Ich ziehe ein T-Shirt über den Kopf und gehe fertig gestylt in die Küche. >>Mum ich geh mit den anderen weg. Ist Oona schon fertig? << >>Ich weiß nicht ,bei mir war sie noch nicht um sich abzumelden. Wo geht ihr den hin? << >>In die Disco. Dann geh ich sie mal suchen wir müssen nämlich noch zu Lars laufen. << >>Dann viel Spaß! << >>Tschüss! <<
Ich klopfe an Oonas Tür. >>Herein. << Sie steht in Unterwäsche vor dem Spiegel und hält 3 verschiedene Kleider in der Hand. >>Welches soll ich anziehen, Jun? << >>Ich finde das schwarze schön. << >>Ich weiß, dass dir das am besten gefällt. Aber welches gefällt Muriel? << Sie guckt mich irgendwie traurig an und ich antworte spontan. >>Das rote! << Weil Muriel sagt, dass die Farbe rot erregend wirken soll. Das Kleid zeigt meiner Meinung nach zu viel Haut und sie trug es noch nicht oft. Ich weiß, dass ihr die Meinung von Muriel wichtiger ist als meine, sie hat sich ja schließlich in ihn verguckt. Da habe ich als Bruder keine Macht mehr.
Oona zieht das Kleid über den Kopf. >>Und welche Schuhe soll ich dazu anziehen? Die schwarzen Absatzschuhe oder die weißen Sneakers? << >>Na ja, willst du meine oder Muriels Meinung wissen? << >>Beide, bitte. << >>Also, ich denke wir sind uns einig, wenn ich ‚schwarz‘ sage. << Oona wirft mir einen Fliegenkuss zu während sie die Schuhe anzieht.
>>Beeil dich wir müssen los. << >>Schon fertig! << Oona steht strahlend vor mir und wir gehen zur Tür.


5. Lars

Noch etwas Gel in die Haare und ab nach unten. Es hat schon geklingelt. Ich rase die Treppe hinab und öffne die Tür. Mein Bruder Thor und meine Schwester Karen stehen vor der Tür und grinsen mich an. >>Hallo, ihr seid ja früh dran. << >>Sehr witzig wir spielen mal wieder Chauffeur und unser kleiner Bruder hat nichts besseres zu tun als uns zu sagen, dass wir 10 Minuten früher da sind. Was für eine Familie. << sagt Karen grinsend und schüttelt den Kopf. >>Kann ich so gehen? << frage ich als sie ihre Jacken ausgezogen und sich aufs Sofa gesetzt haben. >>Wen willst du beeindrucken? Geht es um ein Mädchen?<< Antwortet Thor mit einer Gegenfrage und grinst. >>Ja, schon.<< >>Dann ist es in Ordnung, nein echt du siehst gut aus.<< >>Ja stimmt du hast dich echt gemacht. Was alles so passiert innerhalb von 2 Wochen. Als ich in die Ferien bin, sahst du noch ganz anders aus.<< mischt sich meine Schwester ein. Sie war bis gestern bei ihrem Freund Sem.
Und da klingelt es noch mal. Ich spurte zur Tür. >>Hi, Lars.<< Jun und Oona stehen in der Tür und grinsen mich an. >>Sind die anderen schon da?<< fragt Oona ganz aufgeregt. >>Nein, nur Karen und Thor sind da. Muriel leider noch nicht.<< Oona verpaßt mir daraufhin mit einem gespielten schmollen eine Spaßohrfeige. Im selben Moment klingeln Dawn und Bonny. Ich kann sie auf dem Fenster neben der Tür sehen, sie sehen hinreisend aus. Ich öffne die Tür. >>Hi, Lars! << Beide Mädchen strahlen mich an.
>> Halt, nicht zumachen! << Alex kommt im Kleid angesprungen. Ein seltener und seltsamer Anblick ist es schon, Alex im Kleid. Sie hält die Absatzschuhe in der Hand und rennt barfuß über die, von der Sonne noch warmen, Pflastersteine. Als sie im Haus ist holt sie erst Luft und fragt dann entgeistert, >>Ich bin nicht die Letzte? << Sie setzt einen ungläubigen Blick auf. >>Nein, Muriel ist auch noch nicht da. << Bevor sie jedoch einen Freudensprung vollziehen kann klingelt es. Muriel steht vor der Tür. >>Ja, ich bin nicht die letzte! << Ruft Alex als sie Muriel in der Tür erblickt und umarmt ihn überschwenglich.
>>So dann sind alle da, dann kann es ja los gehen, ab in die Autos<< Thor schiebt uns zur Tür hinaus.
Oona, Muriel, Dawn und ich fahren mit Thor. Alex, Bonny und Jun mit Karen. Da Thor einen Van hat können wir alle hinten sitzen. >>Wo gehen wir genau hin<< Will Dawn wissen. >>In eine Disco<< gibt Muriel als Antwort. Er ist knallrot angelaufen als sich Oona neben ihn gesetzt hat. Jetzt schaut er verschämt aus dem Fenster. >>Meinst du wirklich das ist eine so gute Idee, in eine Disco zu gehen? Wenn da nun Rassisten aufkreuzen? << Dawn macht ein besorgtes Gesicht und steckt Oona damit an. >>Keine Angst, da sind keine Rassisten. Der Besitzer ist auch schwarz. << Erwidere ich und räume so alle Bedenken aus Dawn’s Gesicht. Nur Oona bleibt skeptisch. >>Die Leute dort sind in Ordnung, << fügt Thor hinzu. >>Und außerdem bin ich im Notfall auch noch da. << Oonas Gesicht strahlt, als Muriel sie kurz schüchtern ansieht. Doch er wendet sich sofort wieder entgeistert ab. Die beiden können einem echt leid tun.
Als wir da sind, steigen wir alle aus den Autos . Wir müssen noch ein bisschen laufen, weil Thor und Karen etwas weiter weg von der Disco geparkt haben. >>Oh, wir sind da. << Bonny freut sich schon aufs Tanzen. Wir gehen rein und keiner von uns wird von dem massiv aussehenden Türsteher angehalten. Die Mädels sehen allesamt wahnsinnig gut aus. Wir Jungs haben uns aber auch rausgeputzt.
Thor und Karen zieht es gleich an die Bar. Bonny schnappt sich Jun und zieht ihn auf die Tanzfläche. Dawn setzt sich mit Alex und mir an einen Tisch und Muriel und Oona habe ich aus den Augen verloren, in dem Gedränge. Alex holt für uns drei Drinks an der Bar. Aber ausser den Drinks, bringt sie auch noch ein gut aussehendes Mädchen mit.
>>Hi, ich bin Felima. << Stellt sie sich vor. >>Sie ist neu in der Stadt,<< erklärt Alex mit einem strahlendem Lächeln auf den Lippen. Wenn das mal gut geht. Aber was sehen meine erstaunten Augen denn da? Sie lächelt Alex an, als wäre sie, keine Ahnung aber, Wahnsinn. Dieses Lächeln, weiß sie vielleicht über Alex bescheid? Normalerweise sagt sie nichts um später als gute Freundin da zustehen und ein Küsschen zu erhaschen, was sie dann jedesmal ausnutzt. Auf ihre Weise. Das hat schon fast System...! Aber irgendwie, ich weiß nicht, irgendwie bin ich ja schon neidisch. Sie bekommt mit ihrer Nummer immer irgendwelche Küsse. Ich mein ja nur bei Dawn beiße ich mir schon lange die Zähne aus. Obwohl alle sagen, dass sie was von mir will.
>>Kommt ihr mit tanzen? << Fragt Felima mit einem wundervollen Lächeln. Dawn starrt mich über den Rand ihres Glases an in das sie nun gleich zu versinken droht. >>möchtest du...?<< Ich muss ganz nah an ihr Ohr damit sie etwas versteht. Der DJ legt sich so richtig ins Zeug. >>Ja!<< Dawn strahlt, steht auf und zieht mich auf die Tanzfläche. Sie kann echt klasse tanzen, wie sie sich bewegt, ein Traum. Ich hab mich ja noch nie so richtig getraut eng mit ihr zu tanzen. Aber heute ist alles möglich.
Ich fühle mich gut und sie sich anscheinend auch. Sie ist irgendwie entspannter als sonst. Ob das an der Atmosphäre in dieser Disco liegt? Ich glaub schon. Ihr Haar schimmert von Sekunde zu Sekunde anders im Licht der Discokugel. Sie lächelt mich an und greift meine Hand, das kribbelt. Sie zieht mich zu sich. Ich hab das irrste Gefühl der Welt im Bauch. Ihr Mund bewegt sich langsam auf mein Ohr zu. >>Magst du mich eigentlich, obwohl ich schwarz bin? << Diese Frage hätte ich jetzt nicht erwartet. >>Ich liebe dich! << Ich sage nur die Wahrheit und trotzdem schaut sie mich erstaunt an. Was hat sie erwartet? Sollte ich sie in so einer Situation, in die ich mich doch selbst und freiwillig gebracht habe, abblitzen lassen? Nein so fies bin ich nun wirklich nicht. Ich nehme sie in den Arm und fange an zu tanzen. Sie schaut mich fragend an, sagt aber nichts. Diesen Blick muss man einfach mit einem Kuss beantworten. Ich gebe ihr ganz vorsichtig einen Kuss auf den Mund. Sie schließt die Augen, reist sie aber sofort wieder auf. >>Ist das dein Ernst? << Sie schaut freudig überrascht. Ihre blauen Augen leuchten, trotz der Dunkelheit, wie das Meer bei Sonnenaufgang. >>Ich liebe dich. Und ich sage es nich nur aus Jux.<< Sie strahlt und tut das mit dem ich nun gar nicht gerechnet hätte. Sie streckt sich und gibt mir einen Kuss. Oh, mein Gott. Ich glaube ich muss sterben. Sollte man nicht an dem schönsten und erfülltesten Punkt seines Lebens sterben? Ich ziehe sie fester an mich und wir verfallen gemeinsam in einen langen innigen Kuss. Ich liebe sie wirklich und sie mich auch. Wir liegen uns noch lange in den Armen und tanzen, als ob tanzen das einzige wäre was diesen schönen Moment festhalten könnte. Oh nein dieses Gefühl hält diesen Moment ganz alleine fest, so wie ich sie und sie mich.
Ganz fest.
Naja zumindest bis mir Muriel aufmunternd auf die Schulter klopft, mich auf die Uhr an seinem Handgelenk aufmerksam macht und sagt das wir gehen müssen. >>Ja ist es schon so früh? Ich hätte nie gedacht, dass es schon 3 Uhr ist.<< sagt Dawn erstaunt. Ich hätte es auch lieber für einen schlechten Scherz gehalten. Aber wir müssen echt gehen. Also teilen wir uns wieder auf die Autos auf und fahren zu mir nach Hause.

>>Lars möchtest du Dawn nicht zu dir einladen?<< Meint mein Bruder mit einem riesigen Lächeln auf dem Gesicht. Ich muss extrem aufpassen, dass ich nicht rot anlaufe. >>Ich würde gerne zu dir kommen, Meine Eltern würden sicher nichts dagegen haben.<< Flüstert mir Dawn ins Ohr. Ich bin so glücklich, das ich sie einfach mitnehmen muss. Ich verabschiede mich von allen, nehme sie in den Arm und wir gehen hinein.

Wir sitzen zusammen auf dem Sofa und reden über Gott und die Welt. Das ist auch eine Seite an ihr die ich liebe, mit ihr kann man echt über alles reden.
>>Wo soll ich eigentlich heute nacht schlafen, wenn ich hier übernachte?<< fragt sie ganz gelassen und tut so als wäre es keine Anspielung darauf was ich alles mit ihr anstellen würde. Ich lächle einfach nur. >>Jetzt sei doch mal ernst.<< Sie fängt an zu grinsen bis es langsam in lautes Lachen ausartet und ich sie küsse, damit sie niemanden weckt. >>Vertraust du mir?<< Frag ich sie und versuche dabei nicht rot zu werden. >>Wie meinst du das?<< Fragt sie und lächelt mich an. >>Na ja vertraust du mir oder nicht?<< >>Doch ich denke dir kann man vertrauen.<< antwortet sie, grinst verschmitzt und zwickt mich in die Seite. >>Gut dann müsste mein Bett ja groß genug für uns sein.<< ich nehme sie an der Hand und ziehe sie sanft die Treppe hoch. Wir müssen leise sein, meine Eltern schlafen schon. Am Ende des Ganges ist mein Zimmer. Branka meine andere Schwester scheint noch nicht zu hause zu sein, ihre Zimmertür steht noch offen. Wir schleichen daran vorbei. Ich öffne meine Tür und bin froh, dass ich mein Zimmer noch aufgeräumt habe.
Ich bin hundemüde. Ich zieh mich aus, was sollte ich auch anderes tun wenn ich ins Bett will. Sie schaut mir beim ausziehen zu, mustert mich von oben bis unten. >>Willst du schon ins Bett?<< sagt sie und lächelt. >>wieso nicht es ist schon halb fünf...<< Antworte ich und muss gähnen. Sie haucht mir einen Kuss auf den Mund und flüstert >> ist das ein Grund?<< es ist eindeutig einer und ein sehr guter noch dazu. Ich kann einfach nicht anders als sie an mich zu drücken und sie lange und leidenschaftlich zu küssen. Es ist als wäre ich in einem Film. So kenne ich sie gar nicht, sie verführt mich nach Strich und Faden. Das ist das letzte was ich von ihr erwartet hätte. Normalerweise ist sie sehr schüchtern und still. Aber ruhige Wasser sind tief. Sie ist so schön ich streiche ihre Beine entlang nach oben. Im Gegensatz zu mir der ich nur noch eine Boxershort trage hat sie noch alles an. Ich streife ihr das Kleid über den Kopf. Der Anblick zerreißt mich bald. Sie ist so... dafür gibt’s keine Worte. Echt nicht. Hinreißend und sexy trifft es wohl am ehesten. Ich kann meine Finger einfach nicht von ihr lassen. Sie ist umwerfend schön noch viel schöner als in meinen Träumen.
Wir liegen beide nackt in meinem Bett. Es ist wie ein Traum. Ich liebe sie und sie liebt mich. Ich hätte nie gedacht ,dass wir es mal schaffen uns gegenseitig unsere Liebe zu gestehen, echt nich. Nun liegen wir aufeinander in meinem Bett und, mein Gott, ich liebe sie so sehr... ich kann es immer noch nicht glauben, das wir es tun. Um ehrlich zu sein ist es besser als in meiner Phantasie, viel besser, aufregender und heißer. Was ist wenn ich ihr nicht genüge? Aber es scheint ihr zu gefallen... also sollte ich mich nicht mit solchen Fragen stressen. Einfach nicht mehr darüber nachdenken. Einfach das tun was man will. Ein geiles Gefühl. Ich liebe sie und ich begreife es immer noch nicht wirklich. Obwohl ich schon längst total fertig und müde bin tun wir es und es ist so... Keine Ahnung ich kann gar nicht mehr denken so schön ist es und ich habe echt keinen Plan was ich sagen soll wenn sie mich was fragt. Ich weiß nicht mal mehr wie man spricht. Ich bin einfach nur noch müde und verliebt.
Ich sinke auf ihr zusammen und sehe sie glücklich an. Sie flüstert >>ich liebe dich<< ins Ohr und schläft ein. Ich drehe mich von ihr runter, lege einen Arm um sie und beobachte sie noch ein wenig im Lichtschein des Mondes. Dann dreht sie sich zu mir und gibt mir einen Gutenachtkuss. Wir schlafen Arm in Arm ein.


6. Felima

Ich hab echt keine Ahnung was Vorgestern mit mir los war oder wie ich Nachhause gekommen bin... Erst sehe ich dieses wunderschöne Mädchen dem es genau so geht wie mir. Sie trägt ihre Sandaletten in der Hand da sie nicht gut damit laufen kann. Dann reden wir mit einander, sie stellt mich ihren Freunden vor und der Knaller kommt erst noch, sie küsst mich. Nein nicht auf die Backe wie eine Freundin, nein auf den Mund. Im ersten Moment war ich total konfus. Aber das war schnell vergessen als mich ihre Freunde ansahen als sie es das normalste der Welt wenn Alex ein Mädchen küsst. Ich war echt überrascht denn es hat mir gefallen, verdammt noch mal es hat mir gefallen. Aber ich weiß nicht warum. Ist es Liebe? Oder einfach nur der Überraschungseffekt? Ich hab echt keinen Plan.
Oh mein Gott ist es spät, scheiße. Ich wollte mich doch in aller Ruhe auf morgen vorbereiten und jetzt haben wir schon 16 Uhr. Katastrophe. Der Kalender, ich hoffe es ist nich wirklich schon Morgen. Doch ist es, in meinem Kalender ist der Tag fett angestrichen. Wieso hab ich gestern den ganzen Tag verschlafen? Mir war eindeutig zu schlecht... denn als Alex und die anderen gegangen sind hab ich keinen Anschluß mehr gefunden. Das ist so Typisch für mich. Keinen Anschluß finden, Problem Kind sein. Mal sehen wie es morgen in der Schule läuft... In der neuen Schule. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich nun endlich wieder bei Mama bin.
Aber die neue Schule macht mir Angst. Ich mein ich war ja schon dort, im Sekretariat, um mich anzumelden. Ich will nicht schon wieder in die falschen Kreise abrutschen. Das riesige Problem Drogen hab ich hinter mir. Damals war ich noch zu naiv. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Meine Eltern, frisch geschieden, ich musste zu Papa, der verfiel in Depressionen und fing an zu saufen. Ich war mittendrin im Krieg. All zweites Wochenende zu Mama, war die Erholung. Bei Papa war es dann schlußendlich so schlimm das er mich schlug und ich um nichts mehr zu spüren mit Haschisch zuqualmte. Bis ich schließlich die Polizei anrief, sie ihn abholten und in die Entzugsklinik brachten. Wo er immer noch ist. Sie stellten mich dann vor die Wahl alleine in ein betreutes Wohnheim oder zu Mama zu ziehen. Ja, und jetzt bin ich hier, bei Mama, an einem neuen Ort und ab morgen in einer neuen Schule. Wie werden die neuen Mitschüler sein? Werde ich, all meiner pessimistischen Gedanken zum trotz, neue Freunde finden? Wir werden es sehen, hat Mama gesagt. Aber ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ich kann Menschen einfach nicht gut einschätzen. Ich hoffe es gibt in meiner Klasse so Leute wie Alex und Die anderen. Aber ich will mir nichts vormachen, ich hab immer Pech mit meinen Mittschülern. Aber die meinen immer sie hätten Pech mit mir...
Was zum Teufel zieh ich morgen an?
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